Thar Wueste – die Sonne scheint in Stroemen

Da wir schon 10 Tage in den Staedten und Zuegen Indiens verbracht haben, wurde es Zeit fuer eine Abwechslung. Wir sind also nach Jaisalmer, einer kleinen Stadt am Rande der Thar-Wueste in der Naehe der pakistanischen Grenze, gefahren um ein paar Tage in der Wueste zu verbringen.

Wir sind leider aufgrund meiner ausgesprochen hartnaeckigen Durchfall/Fieber-Geschichte (nochmals vielen, vielen Dank an den Traveldoc fuer die prompte Online-Hilfe!) im Zeitplan etwas verspaetet. Da ich auch noch immer etwas wackelig auf den Beinen war, haben wir uns fuer die „light Variante“ = 1 1/2 Tage Kamel-Safari inkl. romantischem Sonnenuntergang in den Standduenen und Uebernachtung unter Sternen entschlossen.

Wir (und 8 Mitreiter) sind gestern bei strahlendem Sonnenschein mit dem Jeep in Richtung Wueste, wo uns nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrt auch schon unsere Kamele erwartet haben.

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Nachdem jeder sein Kamel erklommen hat, diese den entsprechenden Unmut ueber die Stoehrung lautstark kundgetan haben, sind wir losgeschaukelt. Bequem ist eswas andres, aber man gewoehnt sich dran.

Die Landschaft ist leicht huegelig und mit kleinen Bueschen und Baeumchen bewachsen.
Immer wieder sind Ziegenherden unterwegs und haengen halb in den dorningen Straeuchern um zu den wenigen Blaettern zu kommen.

Zu Mittag bleiben wir einer kleinen Senke und unsere Kameltreiber kochen am offenen Feuer unser Mittagessen und wir essen stilgerecht mit den Fingern. Schmeckt uebrigens ausgezeichnet finde zumindest ich. Klaus kann es leider nicht beurteilen, denn anscheinend habe ich ihm erfolgreich mit meiner Bauchgeschichte angesteckt. 38.5 Grad Fieber und Durchfall – keine Antibiotika mehr und die naechste Stadt einen halben Tag am Kamel entfernt.

Nachdem wir ihm ein fiebersenkendes Mittel verpasst haben, ist Klaus wieder heldenhaft aufs Kamel und wir sind zu einem kleinen Dorf geritten. Dort haben wir der Reiterei endgueltig abgeschworen und sind den Rest der Strecke den Kamelen zu Fuss gefolgt – was wesentlich weniger anstrengend war.

Gegen 5 Uhr haben wir unser Ziel erreicht und das Camp wurde aufgeschlagen. Leider haben wir den versprochenen Sonnenuntergang nicht erleben koennen, da sich dicke Wolken ueber den Himmel schoben. Das Abendessen am Lagerfeuer war sehr gemuetlich, ausser fuer Klaus der leider Gottes inzwischen ziemlichen Schuettelfrost hatte. Darum wurde speziell fuer uns ein eigenes windgeschuetztes Lager gebaut und wir sind schon um 7 unter unsere Decken gekrochen. Gegen Mitternacht hat es aufgeklart, die Sterne waren draussen, Klaus’s Fieber unten und wir haben uns auf den naechsten Tag (inkl. Sonnenaufgang) gefreut.

Um halb fuenf sind wir dann unsanft von Blitz und Donner aus dem Schlaf gerissen worden. Unsere Guides haben nur gerufen: Sofort aufstehen, zusammenpacken und herkommen. Also haben wir in windeseile im stockdunklen unsere sieben Sachen zusammen gesucht und sind alle gemeinsam unter eine mehr oder weniger wasserdichte Plastikplane gekrochen. So haben wir die naechsten Stunden zusammengekauert ausgeharrt.

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Zwischen dem starken Regen hat es zur Abwechslung gehagelt, was besonders die Inder ausgesprochen fasziniert hat. Klaus hatte das Glueck, dass seine dringenden Klopausen immer auch mit kurzen Regenstops zusammenfielen, sodass wir zum Fruehstueck noch relativ trocken waren.

Dieses wurde im stehen hinuntergeschlungen und dann sind wir los um schnell heimzukommen. Da sowohl die Kamele als auch die Sattelauflagen waschelnass waren, haben wir auch diesen Teil per pedes angetreten. 5 Minuten nach dem Aufbruch hat uns das Glueck endgueltig verlassen und wir sind 1 1/2 Stunden im stroemenden Regen heim gehatscht.

Da es um diese Jahreszeit hier angeblich nie regnet, haben wir also wirklich den Jackpot geknackt! Aber wenigstens waren unsere Jacken wieder sauberer…

10 Antworten auf „Thar Wueste – die Sonne scheint in Stroemen“

  1. Hallo Ihr Zwei!

    Ich hoffe, es geht euch wieder gut.
    Mit dem Fieber kann ich zur Zeit mit euch mithalten. Nur plagt mich mein erster Zahn.
    Übrigens danke für euren lieben Brief aus Indien, ich habe mich sehr darüber gefreut. Mama hat ihn mir vorgelesen und ihn in meiner Erinnerungsschachtel verstaut.
    Bei uns gibt es voraussichtlich weiße Weihnachten. Es schneit und ich bin der weißen Pracht ganz begeistert. Wir haben schon einen Schneemann im Garten gebaut.
    Ich wünsche euch vorallem gute Besserung und auch schöne Weihnachten. Ich werde euch bald von meinem ersten Erlebnis mit dem Christbaum erzählen.
    Liebe Grüße Johanna

  2. Ihr zwei Lieben!

    Weihnachten ist heute, auch wenn’s Euch die Hindus nicht glauben.
    Wir wünschen Euch alles Liebe und ein ruhiges und besonders zweisames Weihnachtsfest so fernab der Heimat und Familien.
    Passt’s weiter gut auf Euch auf, wir denken heute auch in Bali an Euch!
    bussi
    Johannes und Katharina

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